Gewerbliche Stromverträge rechnen zweimal ab: den Arbeitspreis je Kilowattstunde – und den Leistungspreis für die höchste Viertelstunde der Abrechnungsperiode. Der Energy Manager macht beides sichtbar und steuert Ihre Verbraucher danach.
Abrechnungsintervall des LeistungspreisesViertelstundenmittelwerte, fest an der Uhr
15 min
Viertelstunde bestimmt den Jahrespreis
1
Messauflösung bei industriellen Installationen
1 s
Energie-Check mit EM-MESS vor der Investition
3–6 Mon.
Rechenbeispiel
Eine Viertelstunde im Mai – bezahlt bis Dezember
Ein Standort liegt normalerweise unter 500 kW. Im Mai zieht er einmal – für eine einzige Viertelstunde –
800 kW. Der Leistungspreis wird auf 800 kW berechnet: für das ganze Jahr.
Rund 300 kW mehr, zwölf Monate lang, für eine kurze Spitze. Genau diese Asymmetrie macht es lohnend, den
Netzbezug viertelstundengenau zu kennen, einen Zielwert zu vereinbaren und für Spitzen eine Reserve
vorzuhalten.
Illustratives Rechenbeispiel, kein Kundenfall. Preise und Grenzwerte hängen von Ihrem Netzbetreiber und Vertrag ab.
Höchste Viertelstunde je Monat, schematisch.
Für gewerbliche und gemischt genutzte Standorte
Was der Energy Manager im Betrieb leistet
Viertelstundengenau erfassen
Der Netzbezug wird im Sekundentakt gemessen und zu den Viertelstundenmittelwerten verdichtet, nach denen
abgerechnet wird – fest an der Uhr ausgerichtet wie beim Netzbetreiber. Sie sehen jederzeit die höchste
Viertelstunde der Periode und den Abstand zum vereinbarten Zielwert.
Zielwert halten, nicht nur messen
Mit Ihnen wird ein Zielwert vereinbart. Die Einsatzplanung hält sich mit Sicherheitsabstand darunter und
reserviert in der Batterie Energie für kurze Spitzen. Zeichnet sich ab, dass die laufende Viertelstunde
den Zielwert überschreitet, deckt der Speicher die Differenz – die Reserve kostet wenig, die Spitze wäre
teuer.
Leistung nach Priorität
Kritische Verbraucher bekommen Leistung zuerst, flexible Prozesse laufen in Erzeugungsfenstern. So
stabilisiert sich das Lastprofil, statt dass alle Verbraucher gleichzeitig ziehen.
Weniger PV-Verluste
Flexible Prozesse werden mit den Erzeugungsfenstern abgeglichen – selbst erzeugte Kilowattstunden
ersetzen zugekaufte, Einspeiseverluste sinken.
Skalierbar über Profile
Mehrere Wechselrichter und Speicher, Industriezähler und Schaltgeräte werden über Geräteprofile
angebunden – strukturiert erweiterbar, ohne Software-Update.
Datenbasis fürs Reporting
Lastgänge, Erzeugung, Speicher und Netz liegen als Historie im eigenen Netzwerk – die Grundlage für
Reporting, Optimierung und Ausbauentscheidungen.
Die Erfassung nutzt den eigenen Zähler des Energy Managers und dient der Orientierung – abgerechnet wird
der Zähler Ihres Netzbetreibers. Wie die Kappung in den Tagesfahrplan eingeordnet ist – und warum sie dort
Vorrang vor jedem Preisvorteil hat – steht auf der Seite
Energieplan.
Der Einstieg
Erst messen, dann entscheiden: EM-MESS
Drei bis sechs Monate liest der Energy Manager PV-Erzeugung und Übergabepunkt aus. Das Ergebnis ist ein
vollständiges Energieprofil Ihres Standorts – Lastspitzen, Eigenverbrauchsquote, Netzbezug und
-einspeisung im Tages- und Wochenverlauf.
Auf dieser Grundlage lässt sich sauber auslegen, ob und wie sich Speicher, Lastmanagement oder weitere
Erzeugung rechnen. Das Gerät wird danach zurückgegeben oder gegen Aufpreis übernommen – die Technik ist
dieselbe wie im dauerhaften System.