Gewerbe

Lastspitzen kosten. Das ganze Jahr.

Gewerbliche Stromverträge rechnen zweimal ab: den Arbeitspreis je Kilowattstunde – und den Leistungspreis für die höchste Viertelstunde der Abrechnungsperiode. Der Energy Manager macht beides sichtbar und steuert Ihre Verbraucher danach.

Abrechnungsintervall des LeistungspreisesViertelstundenmittelwerte, fest an der Uhr
15 min
Viertelstunde bestimmt den Jahrespreis
1
Messauflösung bei industriellen Installationen
1 s
Energie-Check mit EM-MESS vor der Investition
3–6 Mon.

Rechenbeispiel

Eine Viertelstunde im Mai – bezahlt bis Dezember

Ein Standort liegt normalerweise unter 500 kW. Im Mai zieht er einmal – für eine einzige Viertelstunde – 800 kW. Der Leistungspreis wird auf 800 kW berechnet: für das ganze Jahr.

Rund 300 kW mehr, zwölf Monate lang, für eine kurze Spitze. Genau diese Asymmetrie macht es lohnend, den Netzbezug viertelstundengenau zu kennen, einen Zielwert zu vereinbaren und für Spitzen eine Reserve vorzuhalten.

Illustratives Rechenbeispiel, kein Kundenfall. Preise und Grenzwerte hängen von Ihrem Netzbetreiber und Vertrag ab.

üblich: ~500 kW abgerechnet: 800 kW – das ganze Jahr Jan: 470 kW Jan Feb: 490 kW Feb Mär: 500 kW Mär Apr: 480 kW Apr Mai: 800 kW Mai Jun: 460 kW Jun Jul: 450 kW Jul Aug: 470 kW Aug Sep: 490 kW Sep Okt: 500 kW Okt Nov: 480 kW Nov Dez: 460 kW Dez
Höchste Viertelstunde je Monat, schematisch.

Für gewerbliche und gemischt genutzte Standorte

Was der Energy Manager im Betrieb leistet

Viertelstundengenau erfassen

Der Netzbezug wird im Sekundentakt gemessen und zu den Viertelstundenmittelwerten verdichtet, nach denen abgerechnet wird – fest an der Uhr ausgerichtet wie beim Netzbetreiber. Sie sehen jederzeit die höchste Viertelstunde der Periode und den Abstand zum vereinbarten Zielwert.

Zielwert halten, nicht nur messen

Mit Ihnen wird ein Zielwert vereinbart. Die Einsatzplanung hält sich mit Sicherheitsabstand darunter und reserviert in der Batterie Energie für kurze Spitzen. Zeichnet sich ab, dass die laufende Viertelstunde den Zielwert überschreitet, deckt der Speicher die Differenz – die Reserve kostet wenig, die Spitze wäre teuer.

Leistung nach Priorität

Kritische Verbraucher bekommen Leistung zuerst, flexible Prozesse laufen in Erzeugungsfenstern. So stabilisiert sich das Lastprofil, statt dass alle Verbraucher gleichzeitig ziehen.

Weniger PV-Verluste

Flexible Prozesse werden mit den Erzeugungsfenstern abgeglichen – selbst erzeugte Kilowattstunden ersetzen zugekaufte, Einspeiseverluste sinken.

Skalierbar über Profile

Mehrere Wechselrichter und Speicher, Industriezähler und Schaltgeräte werden über Geräteprofile angebunden – strukturiert erweiterbar, ohne Software-Update.

Datenbasis fürs Reporting

Lastgänge, Erzeugung, Speicher und Netz liegen als Historie im eigenen Netzwerk – die Grundlage für Reporting, Optimierung und Ausbauentscheidungen.

Die Erfassung nutzt den eigenen Zähler des Energy Managers und dient der Orientierung – abgerechnet wird der Zähler Ihres Netzbetreibers. Wie die Kappung in den Tagesfahrplan eingeordnet ist – und warum sie dort Vorrang vor jedem Preisvorteil hat – steht auf der Seite Energieplan.

Der Einstieg

Erst messen, dann entscheiden: EM-MESS

Drei bis sechs Monate liest der Energy Manager PV-Erzeugung und Übergabepunkt aus. Das Ergebnis ist ein vollständiges Energieprofil Ihres Standorts – Lastspitzen, Eigenverbrauchsquote, Netzbezug und -einspeisung im Tages- und Wochenverlauf.

Auf dieser Grundlage lässt sich sauber auslegen, ob und wie sich Speicher, Lastmanagement oder weitere Erzeugung rechnen. Das Gerät wird danach zurückgegeben oder gegen Aufpreis übernommen – die Technik ist dieselbe wie im dauerhaften System.

Energie-Check anfragen EM-MESS im Detail

Wie sieht Ihr Lastgang aus?

Wir sprechen mit Ihnen über Anschlussleistung, Zielwert und die Verbraucher, die den Unterschied machen.