Energieplan

Der Energiefluss wird geplant, bevor er passiert.

Die meisten Energiesysteme reagieren: Es ist Überschuss da, also wird geladen. Der Energy Manager plant. Er weiß am Vorabend, wie viel Sonne morgen kommt, was Ihr Haushalt in welcher Stunde braucht und was Strom dann kostet – und legt daraus einen stündlichen Fahrplan für den ganzen nächsten Tag fest.

Planungshorizontheute und morgen, stündlich
48 h
Nachplanung im Tagesverlauf
15 min
PV-Ertragsprognose im Voraus
7 Tage
Rückblick der Verbrauchsprognoseplus die letzten acht gleichen Wochentage
1 Jahr

Prinzip

Reagieren reicht nicht

Eine Batterie, die abends leer in die teuerste Stunde des Tages geht, obwohl mittags günstiger Strom zu haben war, hat nichts falsch gemacht – sie wusste es nur nicht. Der Energieplan ist die Antwort darauf.

  1. 1

    Vorhersagen

    Wie viel Strom Ihr Dach morgen liefert, wie viel Ihr Haushalt zu welcher Stunde braucht und was die Kilowattstunde in jeder Viertelstunde kostet – drei Prognosen, jede Stunde einzeln.

  2. 2

    Planen

    Daraus entsteht ein Fahrplan für die nächsten 48 Stunden: welche Stunde speichert, welche entlädt, welche zukauft – und welche bewusst nichts tut, weil die teure Stunde erst noch kommt.

  3. 3

    Ausführen und korrigieren

    Die Steuerung folgt dem Plan im 5-Sekunden-Takt und rechnet ihn alle 15 Minuten neu, sobald Erzeugung oder Verbrauch von der Prognose abweichen.

Der Tagesfahrplan

Was für morgen geplant ist – Stunde für Stunde

Zwischen 20,7 ct um 13 Uhr und 40 ct um 19 Uhr liegt an diesem Tag der Faktor 1,9. Jede Stunde bekommt deshalb eine eigene Entscheidung: speichern, entladen, einspeisen, zukaufen oder bewusst abwarten – mit Begründung, und einsehbar im Dashboard, bevor sie ausgeführt wird.

Fahrplan für morgen (Modelltag)

Energiefluss (Plan) – kW je Stunde 0,5 1,0 1,5 −0,5 −1,0 −1,5 0–1 Uhr · Batterie entlädt: 0,16 kW · 27,3 ct/kWh 1–2 Uhr · Batterie entlädt: 0,14 kW · 26,6 ct/kWh 1–2 Uhr · Netzbezug Haus: 0,02 kW · 26,6 ct/kWh 2–3 Uhr · Netzbezug Haus: 0,16 kW · 26,2 ct/kWh 3–4 Uhr · Netzbezug Haus: 0,16 kW · 26,0 ct/kWh 4–5 Uhr · Netzbezug Haus: 0,16 kW · 26,1 ct/kWh 5–6 Uhr · Batterie entlädt: 0,16 kW · 27,4 ct/kWh 6–7 Uhr · Solar direkt: 0,05 kW · 29,7 ct/kWh 6–7 Uhr · Batterie entlädt: 0,55 kW · 29,7 ct/kWh 7–8 Uhr · Solar direkt: 0,23 kW · 31,8 ct/kWh 7–8 Uhr · Batterie entlädt: 0,12 kW · 31,8 ct/kWh 8–9 Uhr · Solar direkt: 0,26 kW · 30,4 ct/kWh 8–9 Uhr · Batterie lädt (Solar): 0,30 kW · 30,4 ct/kWh 9–10 Uhr · Solar direkt: 0,76 kW · 28,1 ct/kWh 9–10 Uhr · Batterie lädt (Solar): 0,21 kW · 28,1 ct/kWh 10–11 Uhr · Solar direkt: 0,48 kW · 25,4 ct/kWh 10–11 Uhr · Batterie lädt (Solar): 0,96 kW · 25,4 ct/kWh 11–12 Uhr · Solar direkt: 1,21 kW · 22,9 ct/kWh 11–12 Uhr · Batterie lädt (Solar): 0,64 kW · 22,9 ct/kWh 12–13 Uhr · Solar direkt: 0,54 kW · 21,3 ct/kWh 12–13 Uhr · Batterie lädt (Solar): 1,59 kW · 21,3 ct/kWh 13–14 Uhr · Solar direkt: 0,28 kW · 20,7 ct/kWh 13–14 Uhr · Batterie lädt (Solar): 1,97 kW · 20,7 ct/kWh 14–15 Uhr · Solar direkt: 0,28 kW · 21,1 ct/kWh 14–15 Uhr · Batterie lädt (Solar): 1,07 kW · 21,1 ct/kWh 14–15 Uhr · Einspeisung: 0,69 kW · 21,1 ct/kWh 15–16 Uhr · Solar direkt: 0,28 kW · 22,1 ct/kWh 15–16 Uhr · Einspeisung: 1,34 kW · 22,1 ct/kWh 16–17 Uhr · Solar direkt: 0,36 kW · 23,8 ct/kWh 16–17 Uhr · Einspeisung: 0,75 kW · 23,8 ct/kWh 17–18 Uhr · Solar direkt: 0,58 kW · 27,0 ct/kWh 17–18 Uhr · Batterie entlädt: 0,68 kW · 27,0 ct/kWh 18–19 Uhr · Solar direkt: 0,16 kW · 33,2 ct/kWh 18–19 Uhr · Batterie entlädt: 1,35 kW · 33,2 ct/kWh 19–20 Uhr · Solar direkt: 0,02 kW · 40,0 ct/kWh 19–20 Uhr · Batterie entlädt: 1,04 kW · 40,0 ct/kWh 20–21 Uhr · Batterie entlädt: 0,80 kW · 35,0 ct/kWh 21–22 Uhr · Batterie entlädt: 0,38 kW · 30,7 ct/kWh 22–23 Uhr · Batterie entlädt: 0,34 kW · 28,8 ct/kWh 23–24 Uhr · Batterie entlädt: 0,18 kW · 27,9 ct/kWh 0 SOC & Preis (Plan) 0 % 50 % 100 % 0 ct25 ct50 ct 0 Uhr6 Uhr12 Uhr18 Uhr24 Uhr

Auf schmalen Anzeigen lässt sich das Diagramm seitlich verschieben.

  • Solar direkt
  • Batterie entlädt
  • Netzbezug Haus
  • Batterie lädt (Solar)
  • Einspeisung
  • Plan: SOC
  • Einkaufspreis
Werte des Fahrplans als Tabelle
Verbrauch, Energieflüsse, Ladestand, Preis und Begründung je Stunde
Stunde Verbrauch Solar direkt Batterie Netzbezug Einspeisung SOC ct/kWh Warum
0–1 Uhr 0,16 – −0,16 (entlädt) – – 24,8 % 27,3 Nacht: der Speicher deckt den Bedarf vollständig
1–2 Uhr 0,16 – −0,14 (entlädt) 0,02 – 22,7 % 26,6 Fast vollständig aus dem Speicher, ein kleiner Rest aus dem Netz
2–3 Uhr 0,16 – – 0,16 – 22,7 % 26,2 Halten: die Reserve ist ab 5 Uhr mehr wert als jetzt
3–4 Uhr 0,16 – – 0,16 – 22,7 % 26,0 Günstige Stunde – der Speicher hält trotzdem zurück
4–5 Uhr 0,16 – – 0,16 – 22,7 % 26,1 Letzte Stunde vor dem teureren Morgen – weiter am Netz
5–6 Uhr 0,16 – −0,16 (entlädt) – – 20,2 % 27,4 Ab hier wieder aus dem Speicher – die Stunde ist teurer als die Nacht
6–7 Uhr 0,60 0,05 −0,55 (entlädt) – – 11,8 % 29,7 Der Speicher übernimmt, bevor der Morgen noch teurer wird
7–8 Uhr 0,35 0,23 −0,12 (entlädt) – – 10,0 % 31,8 Teuerste Morgenstunde – vollständig aus dem Speicher
8–9 Uhr 0,26 0,26 +0,30 (Solar) – – 14,0 % 30,4 Erster Überschuss wandert in den Speicher
9–10 Uhr 0,76 0,76 +0,21 (Solar) – – 16,8 % 28,1 Die Waschmaschine läuft unter der eigenen Erzeugung
10–11 Uhr 0,48 0,48 +0,96 (Solar) – – 29,6 % 25,4 Erzeugung zieht an, der Speicher nimmt weiter auf
11–12 Uhr 1,21 1,21 +0,64 (Solar) – – 38,2 % 22,9 Mittagskochen direkt aus der Sonne, der Rest in den Speicher
12–13 Uhr 0,54 0,54 +1,59 (Solar) – – 59,4 % 21,3 Hohe Ladeleistung – der Speicher füllt sich zügig
13–14 Uhr 0,28 0,28 +1,97 (Solar) – – 85,8 % 20,7 Günstigste Stunde des Tages; der Speicher füllt weiter
14–15 Uhr 0,28 0,28 +1,07 (Solar) – 0,69 100,0 % 21,1 Letzte Ladestunde – Zielladestand fast erreicht
15–16 Uhr 0,28 0,28 – – 1,34 100,0 % 22,1 Speicher voll genug, der Überschuss geht ins Netz
16–17 Uhr 0,36 0,36 – – 0,75 100,0 % 23,8 Erzeugung lässt nach, keine Speicheraktion nötig
17–18 Uhr 1,26 0,58 −0,68 (entlädt) – – 89,7 % 27,0 Erzeugung reicht nicht mehr, der Speicher übernimmt
18–19 Uhr 1,51 0,16 −1,35 (entlädt) – – 69,1 % 33,2 Kochspitze am Abend – vollständig aus dem Speicher
19–20 Uhr 1,06 0,02 −1,04 (entlädt) – – 53,2 % 40,0 Teuerste Stunde des Tages: hier ist der Speicher am meisten wert
20–21 Uhr 0,80 – −0,80 (entlädt) – – 41,0 % 35,0 Die Abendspitze läuft aus, weiter aus dem Speicher
21–22 Uhr 0,38 – −0,38 (entlädt) – – 35,2 % 30,7 Fernsehen am Abend, weiter aus dem Speicher
22–23 Uhr 0,34 – −0,34 (entlädt) – – 30,0 % 28,8 Zubettgehen; der Speicher deckt weiter
23–24 Uhr 0,18 – −0,18 (entlädt) – – 27,2 % 27,9 Tagesabschluss – der Ladestand steht wieder auf dem Ausgangswert
Modelltag, kein Kundenfall. Der Preisverlauf ist ein realistisches Rechenmodell – kein Messwert eines einzelnen Tages, aber mit marktüblichem Tagesmittel –, zuzüglich Steuern, Netzentgelt, Umlagen, Konzessionsabgabe und Umsatzsteuer. Verbrauchsprofil (Vierpersonenhaushalt, Elektroherd, ohne Wärmepumpe und E-Auto), Erzeugung (7 kWp) und Speicher (7 kWh) sind ein Rechenmodell.
Direkt verbraucht 5,5 kWh Solarstrom, der gar nicht erst gespeichert werden muss – der billigste Weg
In den Speicher 6,7 kWh 8–15 Uhr – deckt Abend und Morgen, ohne eine einzige zugekaufte Kilowattstunde
Aus dem Netz 0,5 kWh nur 4,2 % des Tagesbedarfs – und nur in den günstigsten Nachtstunden
Eingespeist 2,8 kWh was der Speicher nicht mehr fasst; abgeregelt wird nichts

Bilanz des Modelltages: 95,8 % Autarkie, 81,5 % Eigenverbrauchsquote. Ohne PV und Speicher hätte derselbe Tag 3,43 € gekostet. Preisgrundlage ist ein realistisches Rechenmodell des Börsenpreises zuzüglich Steuern, Netzentgelt, Umlagen und Konzessionsabgabe (16,4 ct/kWh netto) sowie Umsatzsteuer; Speicher 7 kWh. Lade- und Entladeverluste sind in der Ladestandskurve enthalten. Alle Stundenwerte und die Herleitung stehen in der Projektdokumentation.

Verbrauchsprognose

Der Plan lernt aus Ihren eigenen Daten

Kein Haushalt und kein Betrieb verbraucht wie der Durchschnitt. Deshalb rechnet der Energy Manager keine Standardlastprofile, sondern Ihre eigene Historie: Für jede Stunde des kommenden Tages nimmt er die letzten acht gleichen Wochentage – Samstag gegen Samstag, Dienstag gegen Dienstag – und mischt sie mit demselben Zeitraum ein Jahr zuvor. Der Jahresvergleich bringt die Jahreszeit mit: Eine Dezemberwoche hat ein anderes Lastprofil als eine Juliwoche.

  • Der Plan wird mit der Zeit besser – die ersten Wochen nach der Inbetriebnahme sind die ungenauesten.
  • Solange noch kein volles Jahr Historie vorliegt, rechnet er ausschließlich mit dem Kurzzeitmittel und sagt das im Dashboard auch.
  • Prognose und tatsächlicher Verbrauch stehen im Installateurs-Dashboard Stunde für Stunde nebeneinander – die Treffsicherheit ist ablesbar, nicht behauptet.

So entsteht der Wert für eine Stunde

  1. 70 %Mittel der letzten acht gleichen Wochentage, dieselbe Stunde
  2. 30 %dieselbe Stunde, derselbe Wochentag, vor einem Jahr (± 7 Tage)
  3. fehlt der Jahresvergleich, zählt allein das Kurzzeitmittel – sichtbar gekennzeichnet, nicht stillschweigend geschätzt

Ertragsprognose

Wie viel Sonne morgen wirklich ankommt

Die Ertragsprognose für Ihr Dach reicht bis zu sieben Tage voraus und wird mehrmals täglich aktualisiert. Für die Planung zählt nicht nur der Erwartungswert: Sie können den Plan auch auf die vorsichtige Variante stellen, damit er den Speicher lieber etwas zu voll als zu leer in den Abend schickt.

Entscheidend ist, was danach passiert. Bleibt die Erzeugung hinter der Prognose zurück – Hochnebel, der nicht aufreißt –, erkennt der Energy Manager das an den bereits vergangenen Stunden und skaliert den Rest des Tages herunter. Er korrigiert bewusst nur in diese Richtung: Ein zu optimistischer Plan kostet Geld, ein zu vorsichtiger kostet fast nichts.

Erzeugung

Prognose bis 7 Tage voraus, wahlweise mit vorsichtigem Ansatz, mehrfach täglich aktualisiert.

Preis

Börsenpreis je Viertelstunde für heute und morgen, sobald der Folgetag veröffentlicht ist.

Nachplanung

Alle 15 Minuten gegen die Wirklichkeit gerechnet

Ein Plan vom Vorabend, der den ganzen Tag unverändert bleibt, ist am Nachmittag ein Dokument über das Wetter von gestern. Der Energieplan wird deshalb viertelstündlich neu gerechnet – und zusätzlich jedes Mal, wenn eine neue Ertragsprognose eintrifft.

  • Erzeugung unter Prognose: Die verbleibenden Stunden werden nach unten korrigiert, der Speicher wird nicht länger auf Sonne warten gelassen, die nicht kommt.
  • Verbrauch über Prognose: Der Plan deckt nach oben ein – ein Haushalt, dessen Bedarf unterschätzt wird, landet sonst genau in der teuersten Abendstunde im Netz.
  • Bereits vergangene Stunden werden eingefroren: Der Plan schreibt seine eigene Vergangenheit nicht um, sonst ließe sich nicht mehr nachvollziehen, was zu welchem Zeitpunkt entschieden wurde.

Ein Tag im Plan

  • alle 15 minAbgleich mit der tatsächlichen Erzeugung und dem tatsächlichen Verbrauch.
  • ca. 13 UhrPreise für morgen sind veröffentlicht – der Plan reicht jetzt über 48 Stunden.
  • laufendNeue Ertragsprognose eingetroffen? Plan wird sofort nachgerechnet.
  • alle 5 sDie Steuerung setzt um, was der Plan für diese Stunde vorsieht.

Wirtschaftlichkeit

Gerechnet, nicht geraten

„Nachts ist Strom billig, also laden" ist keine Regel, sondern eine Vermutung. Jede geplante Kilowattstunde muss sich im Energieplan gegen die Kosten behaupten, die sie verursacht:

  • Speicherverluste: Was hineingeht, kommt nicht vollständig wieder heraus. Der Plan rechnet den Wirkungsgrad auf beiden Wegen mit.
  • Verschleiß: Jeder Zyklus kostet Batterielebensdauer. Der Plan bepreist entladene Energie, damit er nicht für einen Cent Spanne einen ganzen Zyklus verbraucht.
  • Einspeisegrenze: Wo die Einspeisung begrenzt ist, wäre Erzeugung über der Grenze ohne Speicher schlicht verloren. Der Plan füllt den Speicher gezielt so spät, dass er mittags noch Platz hat.
  • Einspeisevergütung: Solarstrom zu speichern lohnt nur, wenn die gespeicherte Kilowattstunde später mehr wert ist als das, was die Einspeisung bringt.

Kommt bei dieser Rechnung heraus, dass sich der Zukauf nicht lohnt, findet er nicht statt – und der Plan schreibt dazu, warum.

Lohnt sich diese Stunde?

  • + Preisvorteil gegenüber der Stunde, die dadurch ersetzt wird
  • − Lade- und Entladeverluste des Speichers
  • − Verschleißanteil des Zyklus
  • − entgangene Einspeisevergütung, falls Solarstrom umgeleitet wird

Bleibt etwas übrig, steht die Stunde im Plan. Sonst nicht.

Halten

Eine Stunde am Netz lassen, damit die nächste billiger wird

Ein Speicher, der den ersten Bedarf bedient, der ihm begegnet, ist leer, wenn es teuer wird. Der Energieplan entscheidet deshalb nicht „ist gerade Bedarf da?“, sondern „in welcher Stunde ersetzt diese Kilowattstunde am meisten?“ – und lässt die übrigen bewusst am Netz.

Im Modelltag oben ist das nachts zu sehen: Zwischen 2 und 4 Uhr hält der Speicher seine Restenergie zurück und das Haus bezieht direkt aus dem Netz, obwohl der Speicher noch etwas hätte. Der Grund steht in der Preiskurve – ab 5 Uhr ist dieselbe Kilowattstunde mehr wert.

Zwei Regeln stehen über dieser Optimierung: Eine drohende Lastspitze hat immer Vorrang, und § 14a gilt ohnehin.

Warum der Speicher nachts wartet

2 Uhr 26,2 ct
4 Uhr 26,1 ct
5 Uhr 27,4 ct

Dieselbe gespeicherte Kilowattstunde, ein bis drei Stunden später eingesetzt – und 1,2 ct mehr wert. Schematisch aus dem Modelltag.

Entladen

Der Abend kommt aus der Sonne, nicht aus dem Netz

Nachts zuzukaufen, um abends zu entladen, klingt nach dem naheliegenden Geschäft. An einem Tag mit Sonne ist es das schlechtere: Solarstrom vom eigenen Dach kostet nichts, und ein Speicher, der morgens schon aus dem Netz voll ist, hat mittags keinen Platz mehr für den eigenen Überschuss.

Im Modelltag kauft der Plan deshalb keine einzige Kilowattstunde zu. Die 6,7 kWh, die tagsüber in den Speicher gehen, decken den gesamten Abend und den nächsten Morgen – also genau die Stunden, in denen der Strom mit bis zu 40 ct am teuersten ist. An einem trüben Tag entscheidet derselbe Plan anders und kauft im Mittagstief zu; die Regel ist nicht „nie zukaufen“, sondern „erst rechnen“.

Erst die Sonne

Was das Dach liefert, kostet nichts. Zugekauft wird nur, was die Sonne nicht rechtzeitig liefert.

Platz für den Mittag

Ein nachts vollgeladener Speicher müsste den eigenen Überschuss mittags einspeisen lassen.

Lastspitzen

Die teuerste Viertelstunde gar nicht erst entstehen lassen

Gewerbliche Verträge rechnen die höchste Viertelstunde der Abrechnungsperiode das ganze Jahr ab. Der Energieplan hält dafür einen Teil des Speichers frei und überwacht jede laufende Viertelstunde gegen den mit Ihnen vereinbarten Zielwert – abgerechnet wird der Mittelwert, also zählt, wie viel in der Restzeit des Intervalls noch bezogen werden darf.

Zeichnet sich eine Überschreitung ab, deckt der Speicher die Differenz. Die Reserve dafür wird beim Planen vorgehalten und nur für diesen Zweck ausgegeben – der normale Preishandel kommt an sie nicht heran.

Leistungspreis und Lastspitzen im Detail

Zielwert

Der mit Ihnen vereinbarte Höchstwert – die Steuerung zielt mit Sicherheitsabstand darunter.

Reserve

Ein Anteil des Speichers bleibt für Spitzen reserviert und wird vom Preishandel nicht angetastet.

Koordination

Ein Plan für das ganze Haus – nicht einer je Gerät

Wärmepumpe, Warmwasserspeicher, Wallbox und Heizstab wollen alle denselben Überschuss. Ohne Koordination bekommt ihn, wer zuerst einschaltet. Der Energieplan verteilt ihn nach Ihren Prioritäten.

Reihenfolge, die Sie festlegen

Sie bestimmen, welcher Verbraucher zuerst bedient wird. Der Energieplan geht die Liste einmal je Steuerzyklus durch und teilt den verfügbaren Überschuss der Reihe nach zu.

Wer gerade nichts braucht – Auto nicht angesteckt, Warmwasser auf Temperatur –, rutscht für diesen Durchgang nach hinten, ohne seine Priorität dauerhaft zu verlieren.

Der Tag wird bewertet

Aus der Ertragsprognose ergibt sich morgens eine Einschätzung: guter, durchschnittlicher oder schwacher Tag. Sie verschiebt die Schwellen, ab denen Verbraucher freigegeben werden.

An einem guten Tag darf der Speicher tiefer entladen werden – er füllt sich ohnehin wieder. An einem schwachen Tag wird er geschont.

Vorbereiten statt nachheizen

Sieht der Plan für morgen wenig Sonne, wird Warmwasser noch in der günstigen Nacht davor auf Temperatur gebracht – bevor es am nächsten Tag zum teuren Zeitpunkt nachgeheizt werden müsste.

An guten Tagen geht es umgekehrt: Das Auto wartet bis in das Mittagsfenster, statt am Morgen aus dem Netz zu ziehen.

Rangfolge

Was gewinnt, wenn sich zwei Ziele widersprechen

Ein Plan, der Geld spart, aber eine gesetzliche Grenze überschreitet, ist kein guter Plan. Deshalb hat der Energy Manager eine feste Rangfolge – und die Optimierung steht darin nicht oben.

Jede Stufe begrenzt, was die darunterliegende darf. Der Preisvorteil ist die letzte Stufe: Er nutzt aus, was übrig bleibt – er verschafft sich keinen Vorrang.

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    § 14a EnWG und Netzvorgaben

    Begrenzt der Netzbetreiber, gilt das gemeinsame Netzbudget – üblicherweise 4,2 kW. Keine Planung und keine Preisoptimierung darf darüber hinweggehen.

  2. 2

    Lastspitze und Zielwert

    Droht eine Viertelstunde über dem vereinbarten Zielwert, hat deren Vermeidung Vorrang vor jedem Preisvorteil – eine Spitze kostet das ganze Jahr.

  3. 3

    Geräte- und Herstellergrenzen

    Maximale Lade- und Entladeleistung, Mindestladestand, Modulationsbereich der Wärmepumpe – die Grenzen der Hardware gelten immer.

  4. 4

    Eigenverbrauch und Preisvorteil

    Erst hier entscheidet der Energieplan: speichern, entladen, zukaufen oder abwarten – innerhalb des Spielraums, den die drei Stufen darüber übrig lassen.

Was Ihnen das bringt

Vier Dinge, die ein geplanter Tag besser macht

Teure Stunden meiden

Der Speicher geht nicht leer in die Abendspitze, weil der Plan sie schon am Vorabend kennt.

Weniger verschenkte Erzeugung

Wo die Einspeisung begrenzt ist, hält der Plan bewusst Platz frei für die Mittagsstunden.

Weniger Zyklen

Ein geplanter Einsatz ist ein ruhigerer Einsatz – weniger kurze Lade- und Entladewechsel.

Nachvollziehbar

Zu jeder Stunde steht im Dashboard, was geplant ist und warum – vor der Ausführung, nicht danach.

Der Fahrplan auf dieser Seite ist ein Rechenmodell mit schematischem Preisverlauf, kein Kundenfall. Welche Ersparnis in Ihrer Anlage möglich ist, hängt von Tarif, Anlagengröße, Speicher und Verbrauchsprofil ab.

Wie sähe der Plan für Ihre Anlage aus?

Sagen Sie uns, welche Geräte Sie haben und wie Sie Strom beziehen – wir rechnen es mit Ihnen durch.