Der Energy Manager

Eine Steuerung für Ihr ganzes Energiesystem.

Der Energy Manager hilft Haushalten und Unternehmen, selbst erzeugten Strom zum richtigen Zeitpunkt und mit der richtigen Priorität zu nutzen. Er verbindet Wechselrichter, Batterien, Wallboxen, Wärmepumpen, steuerbare Heizlasten und Zähler zu einem koordinierten Gesamtsystem.

Aktualisierung aller Wertebis 1 s bei industriellen Installationen
5 s
PV-Ertragsprognose im Voraus
7 Tage
Hersteller aus 6 Gerätekategorien
20+
Ihre Daten bleiben in Ihrem Netzwerk
lokal

Prinzip

Nicht nur Monitoring – eine aktive Steuerungsschicht

Der Energy Manager übersetzt Live-Energiedaten in konkrete Entscheidungen: Kosten senken, Eigenverbrauch steigern, Laufzeiten optimieren.

  1. 1

    Messen

    Alle 5 Sekunden liest der Energy Manager Erzeugung, Verbrauch, Batteriestand und Zählerwerte – direkt von Ihren Geräten über Modbus TCP, REST/HTTP(S) oder SG-Ready-Kontakt.

  2. 2

    Bewerten

    Er bewertet laufend PV-Erzeugung, Verbrauch, Batteriestand, Tariflogik, Prognosen und die von Ihnen festgelegten Prioritäten.

  3. 3

    Steuern

    Daraus verteilt er die verfügbare Leistung auf die passenden Verbraucher – Wallbox, Wärmepumpe, Heizstab, Batterie – zur richtigen Zeit und in der richtigen Reihenfolge.

Live-Überwachung

Alle 5 Sekunden ein vollständiges Bild

Erzeugung, Verbrauch, Netzbezug und -einspeisung, Batteriestand, Zustand jedes Verbrauchers – der Energy Manager aktualisiert alle Werte im 5-Sekunden-Takt, bei industriellen Installationen bis zu einmal pro Sekunde. So reagiert die Steuerung auf Wolken, Lastwechsel und Preissignale, statt auf Stundenmittelwerte.

Beispielhafte Darstellung des Leistungsflusses zwischen PV-Dach, Haus, Speicher und Netz mit Ladestand des Speichers und Tagesertrag.
Live & Tageswerte Leistungsfluss zwischen Dach, Speicher, Haus und Netz – dazu die Tageswerte auf einen Blick.

Eine Steuerungsebene

Ein System statt vieler Einzelautomatisierungen

Wallbox-App, Wärmepumpenregler, Batteriemanagement – jedes Gerät optimiert für sich und konkurriert um denselben Solarüberschuss. Der Energy Manager übernimmt die Koordination:

  • Eigenverbrauch vor Ort erhöhen
  • Netzbezug reduzieren und unnötige Einspeiseverluste vermeiden
  • Flexible Verbraucher in Erzeugungszeiten verschieben
  • Technische und regulatorische Randbedingungen abbilden – etwa eine § 14a-Drosselung
  • Den Betrieb transparent darstellen

Prognose

Vorausschauend statt reaktiv

Eine Ertragsprognose für Ihr Dach bis zu 7 Tage im Voraus und eine Verbrauchsprognose, die aus Ihren eigenen Daten lernt und mit der Zeit genauer wird, fließen in die Steuerung ein. So bleibt die Batterie nicht zu früh voll, wenn mittags noch mehr Sonne kommt – und Verbraucher werden dorthin verschoben, wo Überschuss zu erwarten ist.

Aus diesen Prognosen entsteht ein stündlicher Fahrplan für den ganzen nächsten Tag, der im Tagesverlauf laufend nachgerechnet wird. Wie der Energieplan entsteht

Beispielhafte Darstellung von Produktion, Verbrauch und Prognose im Vergleich über mehrere Tage.
Prognose Produktion, Verbrauch und Prognose im Vergleich – heute und für die nächsten Tage.

Dynamische Tarife

Strom nutzen, wenn er günstig ist

Seit 2025 muss jeder Stromanbieter dynamische Tarife anbieten – die Preise ändern sich alle 15 Minuten. Der Energy Manager kennt den Spotpreis für heute und morgen, erkennt automatisch die günstigsten Zeitfenster und steuert Laden, Heizen und Speichern entsprechend – ob am Tag oder in der Nacht.

Beispielhafte Darstellung der Stundenpreise eines dynamischen Stromtarifs mit hervorgehobenen Lade- und Heizfenstern.
Spot-Strompreis heute und morgen Stundenpreise des dynamischen Tarifs mit den Zeitfenstern, in denen der Energy Manager lädt und heizt.

§ 14a EnWG

Netzbudget nach echtem Bedarf verteilen

Seit 2024 müssen neue Wallboxen, Wärmepumpen und Batteriespeicher ab einer bestimmten Leistung steuerbar sein. Bei Netzengpässen darf der Netzbetreiber ihren Netzbezug begrenzen – üblicherweise auf ein gemeinsames Budget von 4,2 kW für alle steuerbaren Geräte zusammen.

  • Ohne echte Bedarfserkennung reserviert eine einfache Lösung das Budget dauerhaft für ein Gerät – die anderen bekommen praktisch nie etwas ab.
  • Der Energy Manager erkennt den tatsächlichen Bedarf in Echtzeit, verteilt das Budget nach Ihren Prioritäten und gibt ungenutzte Anteile sofort frei.
  • Normale Haushaltsverbraucher sind von § 14a nicht betroffen; bei der Batterie zählt nur das Laden aus dem Netz.
  • So lässt sich der vorgesehene Netzentgelt-Rabatt tatsächlich nutzen.

Datenschutz

Ihre Daten bleiben bei Ihnen

Der Energy Manager arbeitet lokal in Ihrem Netzwerk. Messwerte, Steuerentscheidungen und Historie bleiben im Haus – ohne Cloud-Abhängigkeit im Kern. Verbindungen nach außen gibt es nur dort, wo Sie sie wollen: für die Ertragsprognose, die Spotpreise des dynamischen Tarifs und für einzelne Wärmepumpen-Marken, die keine lokale Schnittstelle anbieten.

  • Steuerung läuft lokal – auch ohne Internetverbindung
  • Historie und Dashboards im eigenen Netzwerk
  • Keine Weitergabe Ihrer Verbrauchsdaten
  • Optional: Prognose, Spotpreise, herstellereigene Schnittstellen

Dashboards & App

Alles im Blick – für Kunde, Installateur und Admin

Automatisch erzeugte Dashboards zeigen jedem, was er braucht: Ihnen den Leistungsfluss, den Energieverlauf, die Spotpreise, die Prognose und die Wirtschaftlichkeit – Ihrem Installateur Diagnose und Historie zur schnellen Fehlerbehebung. Über die App behalten Sie Ihr System auch unterwegs im Blick und erhalten Push-Meldungen, wenn etwas Ihre Aufmerksamkeit braucht.

Beispielhafte Darstellung von Erzeugung, Verbrauch, Speicher und Netz im Tagesverlauf.
Energieverlauf Erzeugung, Verbrauch, Speicher und Netz im Tages-, Wochen- und Monatsverlauf.
Beispielhafte Darstellung von Tagesersparnis und Netzbezugskosten im Vergleich mit und ohne Energy Manager.
Wirtschaftlichkeit Was Ihr Solarstrom täglich ersetzt – und was der Netzbezug kostet.

Geräteschonung

Gut geregelt hält länger

Die Lebensdauer hängt von Hardwarequalität, Dimensionierung und Herstellergrenzen ab – gute Regelung reduziert aber vermeidbaren Stress:

  • Weniger abrupte Lastwechsel durch Rampen, Schwellen und Zustandslogik
  • Weniger Mikrozyklen der Batterie durch klare Lade- und Entladefenster
  • Geringere thermische und mechanische Belastung durch bessere Betriebszeitpunkte
  • Stabilere Betriebsfenster für leistungsstarke Verbraucher

Der Energy Manager ersetzt keine Wartung, unterstützt aber einen planbareren und geräteschonenderen Betrieb.

Wärmepumpe mit Energy Manager

Wenige lange Laufzeiten in der Erzeugungszeit statt ständigem Takten. Zum Alltagsszenario mit Bilanz
Werte als Tabelle
StundeVerbrauch (kW)PV (kW)
00:00–01:00 0,30
01:00–02:00 0,30
02:00–03:00 0,30
03:00–04:00 0,30
04:00–05:00 0,30
05:00–06:00 1,50
06:00–07:00 1,50
07:00–08:00 11
08:00–09:00 33
09:00–10:00 45
10:00–11:00 0,36,3
11:00–12:00 0,37,2
12:00–13:00 57,5
13:00–14:00 2,57,2
14:00–15:00 0,36,3
15:00–16:00 45
16:00–17:00 33
17:00–18:00 11
18:00–19:00 10
19:00–20:00 10
20:00–21:00 10
21:00–22:00 0,30
22:00–23:00 0,30
23:00–24:00 0,30

Betrieb

Zentral überwacht, geprüft aktualisiert

Eine Steuerung, die jeden Tag Energie verteilt, muss jeden Tag laufen. Deshalb steht hinter jeder Installation eine zentrale Betriebsplattform: Sie hält täglich Kontakt zu Ihrem System, prüft es auf Laufzeitfehler, bringt Updates in festen Wartungsfenstern aus und weist nach jedem Update nach, dass die Steuerung danach wirklich läuft – sonst geht es in einem Schritt zurück.

Ihre Anlagenbeschreibung und Ihre Dashboards werden dabei regelmäßig gesichert. Ihre Messwerte bleiben davon unberührt und liegen weiterhin lokal bei Ihnen. Betrieb und Verfügbarkeit im Detail

  • Täglicher Zustandsabgleich je Installation
  • Updates gestaffelt, in Wartungsfenstern, mit Notbremse
  • Nachweis nach dem Update – nicht nur eine Versionsnummer
  • Konfiguration gesichert und wiederherstellbar

Systemaufbau

So greift alles ineinander

Wechselrichter und Batterie, Zähler, Wallbox, Wärmepumpe, Warmwasserspeicher, Heizstab, Speicherheizungen und das Signal Ihres Netzbetreibers – alle Komponenten hängen im lokalen Netzwerk am Energy Manager, angebunden über Modbus TCP, REST/HTTP(S) oder einfache Schalt- und Messgeräte.

Schematische Topologie einer Installation: Speicherheizungen, Wärmepumpe, Warmwasserspeicher mit Heizstab, Wallbox und zwei Wechselrichter mit Batterie sind über Schalt- und Messgeräte im lokalen Netzwerk mit dem Energy Manager verbunden.
Beispielhafte Topologie einer Installation mit Speicherheizungen, Wärmepumpe, Warmwasserspeicher, Wallbox und zwei Wechselrichtern (schematisch).

Gut zu wissen

Drei Dinge, die den Unterschied machen

Konfiguration inklusive

Die Konfiguration des Energy Managers ist im Paketumfang enthalten – Ihr Installateur muss sie nicht selbst durchführen. Weniger Aufwand, schnellere Inbetriebnahme.

Nachhaltig

Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt zugekauften Strom. Sie tragen aktiv zum Umweltschutz bei, indem Sie erneuerbare Energie effizient nutzen.

In Deutschland entwickelt

Entwickelt in Unterschneidheim – mit direktem Draht zum Support und zu den Menschen, die das System bauen.

Passt der Energy Manager zu Ihrer Anlage?

Sagen Sie uns, was Sie haben – wir sagen Ihnen, was damit möglich ist.